Was wir fragen – und warum: Zur bevorstehenden Wahl des Oberbürgermeisters oder der Oberbürgermeisterin stellt das Bündnis Potsdamer Mitte vier Wahlprüfsteine, die aus unserer Sicht zentrale stadtpolitische Entscheidungen betreffen. Sie drehen sich um Orte, Projekte und Themen, die nicht nur das Stadtbild prägen, sondern auch über finanzielle Weichenstellungen, soziale Ausgewogenheit und den Umgang mit unserer Vergangenheit und Zukunft entscheiden.
Die Kandidatin und Kandidaten sind eingeladen, klar und transparent Stellung zu beziehen und damit den Bürgern zu zeigen, wie sie denken, entscheiden und Prioritäten setzen.
Unsere Themenfelder:
🥢 Zukunft des Rechenzentrums – Abriss oder kommunale Verantwortung für ein zusätzliches soziokulturelles Zentrum?
🌊 Stadtkanal – Klimaschutz, Stadtbild und Einstieg mit Fördermitteln?
🌳 Steubenplatz – Vollendung mit Steubendenkmal und Wasserspiel?
🧱Garnisonkirche – Wiederaufbau mit Turm und Kirchenschiff?
Was wir erwarten: Wir wünschen uns Antworten, die nicht ausweichen, sondern Klarheit schaffen:
Wo stehen die Kandidaten bei umstrittenen Projekten?
Welche finanzielle Verantwortung sind sie bereit zu übernehmen?
Wie gestalten sie Stadtentwicklung – zwischen Geschichte, Gegenwart und Zukunft?
Um klare und verständliche Antworten zu erhalten, wurde darum gebeten nur mit „Nein, weil….“ oder „Ja, wenn….“ zu antworten.
Die Antworten werden unter www.mitteschoen.de veröffentlicht und analysiert – damit alle Potsdamer Wähler informierte Entscheidungen treffen können.
🥢 Wahlprüfstein Nr. 1 Rechenzentrum
Hintergrund: Das Rechenzentrum wird seit fast einem Jahrzehnt mit temporärer Duldung durch die Stadt Potsdam von Kulturschaffenden und gemeinnützigen Vereinen genutzt. Die Duldung endet am 31.12.2025. Bis dahin wurde im benachbarten KreativQuartier bereits ein Ersatzangebot mit subventionierten Mieten geschaffen.
Eine Gruppe von Nutzern des Rechenzentrums hat nun ein Konzept eingebracht, um den Abriss des Gebäudes abzuwenden und stattdessen ein dauerhaftes soziokulturelles Zentrum zu etablieren, zusätzlich zum KreativQuartier – mit kommunaler finanzieller Unterstützung und Haftung und Finanzierung. Der Vorschlag zur weiteren Nutzung steht unter kritischer Prüfung hinsichtlich Genehmigungsfähigkeit, wirtschaftlicher Tragfähigkeit und kommunaler Verantwortung.
Frage: 👉 Befürworten Sie den Erhalt des Rechenzentrums als dauerhaftes zusätzliches soziokulturelles Zentrum für mindestens 50% gemeinnützige Vereine und Initiativen – trotz bereits vorhandener Ersatzräume für Künstler und Kreative und hoher Sanierungs- und Betriebskosten?
Antwort Clemens Viehrig Nein, weil mit dem neuen KreativQuartier im Langen Stall gerade ein moderner Kreativstandort im Herzen unserer Stadt entsteht. Dies war auch der Gedanke des Beschlusses der Stadtverordnetenversammlung, um den Nutzern des Rechenzentrums eine Zukunft im Herzen unserer Stadt zu geben.
Frage 👉 Wie bewerten Sie die rechtlichen, finanziellen und stadtplanerischen Konsequenzen eines solchen Projekts?
Antwort Clemens Viehrig Die Landeshauptstadt Potsdam kann sich ein millionenschweres Engagement beim Rechenzentrum nicht leisten. Zudem ist die Vollendung der Potsdamer Mitte ein wichtiger Umsetzungsbaustein. Denn das Projekt Rechenzentrum ist nur mit einer Schenkung des Grundstücks inkl. Rechenzentrum, einer Aussetzung der GEG-Sanierungspflicht bis 2040, einer Startfinanzierung der Landeshauptstadt über 400.000 Euro sowie einer Duldung der Stiftung Garnisonkirche bzgl. der Überbauung des Grundstücks möglich.
Wir sollten ehrlich sagen, dass ist so nicht möglich. Hier werden Kreative hinters Licht geführt, um Zeit zu gewinnen und am Ende vor einem Scherbenhaufen – wie dem Haus der Demokratie – zu stehen.
🌊 Wahlprüfstein Nr. 2 Wiederherstellung des Stadtkanals
Hintergrund: Der historische Stadtkanal gilt als stadtbildprägendes Erbe Potsdams. Seit Jahren wird seine Wiederherstellung diskutiert – auch als Maßnahme im Sinne des Klimaschutzes und der ökologischen Stadtentwicklung. Das Projekt war erklärtes Herzensanliegen des ehemaligen Oberbürgermeisters Mike Schubert, blieb jedoch während seiner siebenjährigen Amtszeit ohne nennenswerte Umsetzung.
Die aktuelle Diskussion konzentriert sich nun auf einen realistischen Einstieg: Die Wiederherstellung des Kanalabschnitts zwischen Kellertor und Berliner Straße könnte mit überschaubaren Mitteln realisiert werden – etwa durch EU-Förderung oder Mittel aus Programmen der Städtebau- und Klimaanpassung.
Frage 👉 Unterstützen Sie das langfristige Ziel der vollständigen Wiederherstellung des Stadtkanals im Sinne von Klimaschutz und stadtgestalterischer Identität?
Antwort Clemens Viehrig Ja, weil ich dies als Chance für Potsdam sehe.
Aus mehreren Gründen ist der Stadtkanal ein Schlüsselprojekt: Es geht um die Sanierung eines eingetragenen Baudenkmals, die Reminiszenz an das Werk holländischer Einwanderer, ein städtebauliches Kuriosum in Brandenburg, das zentral zur Tourismus- und Wirtschaftsförderung beiträgt und auch um die einzige effektive Klimamaßnahme. Denn der Kanal würde rd. 20.000 m² zusätzliche Wasserfläche schaffen, die als Fließgewässer grundwasserregulierend und in der dicht besiedelten Innenstadt kühlend wirken.
Frage 👉 Befürworten Sie einen ersten Umsetzungsschritt im Abschnitt Kellertor–Berliner Straße – unter Nutzung externer Fördermittel?
Antwort Clemens Viehrig Ja, denn dieses Projekt muss endlich ins Laufen gebracht werden.
Frage 👉 Wie priorisieren Sie dieses Projekt im Verhältnis zu anderen Investitionen in städtische Infrastruktur und Klimaanpassung?
Antwort Clemens Viehrig Die Planungsmittel stehen im städtischen Haushalt bereits zur Verfügung! Mit der fertigen Planung in der Hand, bin ich mir sicher, dass wir nicht nur weitere Fördermittel einwerben, sondern auch externe Finanzgeber überzeugen können, eine zukunftsweisende Investition für unsere Stadt zu tätigen.
🌳Wahlprüfstein Nr. 3 – Steubenplatz und Steubendenkmal
Was bislang noch aussteht, ist die vollständige Wiederherstellung des historischen Ensembles:
Die Versetzung des Steubendenkmals von der Schloßstraße auf seinen ursprünglichen Platz am Steubenplatz.
Die Installation eines Wasserspiels zur Erhöhung der Aufenthaltsqualität – insbesondere für Kinder und Familien.
Das Denkmal besitzt nicht nur historisch-symbolischen Wert als Zeichen deutsch-amerikanischer Freundschaft, sondern ist auch identitätsstiftend für den Ort, der nach ihm benannt wurde. Das Wasserspiel könnte diesen Ort zusätzlich beleben und zugänglicher für die breite Öffentlichkeit machen.
Frage 👉 Unterstützen Sie die zeitnahe Versetzung des Steubendenkmals auf den Steubenplatz? Steuben auf den Steubenplatz!
Antwort Clemens Viehrig Ja, weil ein Steubenplatz ohne Steubendenkmal wie ein Herz ohne Liebe ist.
Frage 👉 Befürworten Sie die Einrichtung eines Wasserspiels und einer möglichst großen Grünfläche zur Förderung von Aufenthaltsqualität und sozialer Nutzung des öffentlichen Raums?
Antwort Clemens Viehrig Ja, weil ich glaube, dass wir nicht nur am Steubenplatz, sondern in der gesamten Innenstadt mehr „grün“ benötigen. Denn ein begrünter Stadtplatz mit dem Steubendenkmal kann als Gegenpol zum steinernen Barockplatz „Alter Markt“ stehen. Zugleich wird es der Platz zum Verweilen im Herzen unserer Stadt werden.
🧱 Wahlprüfstein Nr. 4 Garnisonkirche Hintergrund: Die Garnisonkirche ist eines der symbolträchtigsten und zugleich kontroversesten Bauprojekte in Potsdam. Der Turm ist bereits wieder aufgebaut und stellt für Befürworter ein Zeichen historischer Wiedergewinnung, Versöhnung und geistiger Orientierung dar. Kritikerinnen hingegen sehen in der Rekonstruktion eine problematische Rückbesinnung auf preußische und autoritäre Traditionen.
Langfristig wird neben dem Turm auch der Wiederaufbau des Kirchenschiffs angestrebt, als Vollendung dieses historischen Gesamtkunstwerkes – verbunden mit einer vielfältigen Nutzung als kirchlich-kultureller und gesellschaftlicher Ort oder „Festsaal der Stadt“. Voraussetzung dafür ist unter anderem der Abriss des benachbarten Rechenzentrums, das bislang eine temporäre kulturelle Nutzung beherbergt.
Der Wiederaufbau betrifft nicht nur Fragen von Stadtbild und Geschichtsverständnis, sondern auch städtische Prioritäten, Haushalt und Bürgerbeteiligung.
Frage 👉 Unterstützen Sie den vollständigen Wiederaufbau der Garnisonkirche – einschließlich Turm und Kirchenschiff?
Antwort Clemens Viehrig Ja, der äußerlich vollständige Wiederaufbau der Potsdamer Garnisonkirche bleibt mein/unser Ziel. Welche Nutzung die Wiederherstellung des Kirchenschiffes tragen könnte ist derzeit offen.
Frage 👉 Befürworten Sie den Abriss des Rechenzentrums als städtebaulich notwendigen Schritt für den Wiederaufbau?
Antwort Clemens Viehrig Wir dürfen uns aber diese Option für die Zukunft nicht verbauen. Deshalb ist der Abbruch des baufälligen Bürobaus des ehem. Rechenzentrums unerlässlich.
Frage 👉 Welche Rolle messen Sie dem Projekt im Kontext von Erinnerungskultur und politischer Verantwortung bei?
Antwort Clemens Viehrig Die Stiftung Garnisonkirche zeigt, dass der Ort bereits jetzt eine Bereicherung für Potsdam ist. Hier werden Begegnung und Dialog gelebt. Neben der Ausstellung „Glaube, Macht und Militär“ – die nur einen kleinen Teil der Arbeit ausmacht –, nimmt die Bildungsarbeit einen viel größeren Raum ein.
Ein 19jähriger Teilnehmer eines Bildungsseminars hat es auf den Punkt gebracht: „Erst durch die Debatte aus verschiedenen Perspektiven habe ich gemerkt, wie komplex der Wiederaufbau wirklich ist – oft wird das viel zu stark vereinfacht.
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Was wir fragen – und warum: Zur bevorstehenden Wahl des Oberbürgermeisters oder der Oberbürgermeisterin stellt das Bündnis Potsdamer Mitte vier Wahlprüfsteine, die aus unserer Sicht zentrale stadtpolitische Entscheidungen betreffen. Sie drehen sich um Orte, Projekte und Themen, die nicht nur das Stadtbild prägen, sondern auch über finanzielle Weichenstellungen, soziale Ausgewogenheit und den Umgang mit unserer Vergangenheit und Zukunft entscheiden.
Die Kandidatin und Kandidaten sind eingeladen, klar und transparent Stellung zu beziehen und damit den Bürgern zu zeigen, wie sie denken, entscheiden und Prioritäten setzen.
Unsere Themenfelder:
🥢 Zukunft des Rechenzentrums – Abriss oder kommunale Verantwortung für ein zusätzliches soziokulturelles Zentrum?
🌊 Stadtkanal – Klimaschutz, Stadtbild und Einstieg mit Fördermitteln?
🌳 Steubenplatz – Vollendung mit Steubendenkmal und Wasserspiel?
🧱Garnisonkirche – Wiederaufbau mit Turm und Kirchenschiff?
Was wir erwarten: Wir wünschen uns Antworten, die nicht ausweichen, sondern Klarheit schaffen:
Wo stehen die Kandidaten bei umstrittenen Projekten?
Welche finanzielle Verantwortung sind sie bereit zu übernehmen?
Wie gestalten sie Stadtentwicklung – zwischen Geschichte, Gegenwart und Zukunft?
Um klare und verständliche Antworten zu erhalten, wurde darum gebeten nur mit „Nein, weil….“ oder „Ja, wenn….“ zu antworten.
Die Antworten werden unter www.mitteschoen.de veröffentlicht und analysiert – damit alle Potsdamer Wähler informierte Entscheidungen treffen können.
🥢 Wahlprüfstein Nr. 1 Rechenzentrum
Hintergrund: Das Rechenzentrum wird seit fast einem Jahrzehnt mit temporärer Duldung durch die Stadt Potsdam von Kulturschaffenden und gemeinnützigen Vereinen genutzt. Die Duldung endet am 31.12.2025. Bis dahin wurde im benachbarten KreativQuartier bereits ein Ersatzangebot mit subventionierten Mieten geschaffen.
Eine Gruppe von Nutzern des Rechenzentrums hat nun ein Konzept eingebracht, um den Abriss des Gebäudes abzuwenden und stattdessen ein dauerhaftes soziokulturelles Zentrum zu etablieren, zusätzlich zum KreativQuartier – mit kommunaler finanzieller Unterstützung und Haftung und Finanzierung. Der Vorschlag zur weiteren Nutzung steht unter kritischer Prüfung hinsichtlich Genehmigungsfähigkeit, wirtschaftlicher Tragfähigkeit und kommunaler Verantwortung.
Frage: 👉 Befürworten Sie den Erhalt des Rechenzentrums als dauerhaftes zusätzliches soziokulturelles Zentrum für mindestens 50% gemeinnützige Vereine und Initiativen – trotz bereits vorhandener Ersatzräume für Künstler und Kreative und hoher Sanierungs- und Betriebskosten?
Antwort Chaled-Uwe Said Nein – für die Künstler wurde mit dem Kunst- und KreativQuartier ein Prestigeort in unmittelbarer Nachbarschaft geschaffen und die historische Mitte ist identitätsprägend für Potsdamer und auch unsere Besucher. Was andere Städte können, wie z.B. Dresden, sollte Normalität für Potsdam werden – der Wiederaufbau der historischen Mitte. Dazu zählt ohne Abstriche ebenso der Wiederaufbau der Hof- und Garnisonkirche womit der Abriss des maroden, asbestbelasteten Rechenzentrums einhergeht.
Mit mir als Oberbürgermeister wird es einen „Ruf aus Potsdam“ nach Dresdner Vorbild geben, um Spendenwillige weltweit zum Wiederaufbau von historischem Kirchenschiff und Innenraum zu ermutigen. Für das Rechenzentrum wird es mit mir keine weitere Förderung mehr geben. Ich setze mich auch ein für eine Aufhebung des Beschlusses der SVV, keinerlei Potsdamer Steuergelder für die Hof- und Garnisonkirche auszugeben. Ich bin dafür, die zukünftigen Räumlichkeiten in der Kirche für gemeinnützige Vereine, Initiativen, Orchester, Orgelmusiker und vieles mehr nutzbar zu machen.
Frage 👉 Wie bewerten Sie die rechtlichen, finanziellen und stadtplanerischen Konsequenzen eines solchen Projekts?
Antwort Chaled-Uwe Said „Das Stiftungsrecht ist Bundesrecht und kann nicht nach Gusto geändert werden.
Es ist symptomatisch, dass vom ehemaligen Oberbürgermeister über mehrere Jahre das Luftschloss des vollständigen Erhalts des Rechenzentrums aufgebaut wurde und das nun erneut trotz besseren Wissens um die Rechtslage und die Finanzsituation der Stadt, weiterbetrieben werden soll.
Der Bebauungsplan Nr. 1 ist der erste demokratisch gefasste Baubeschluss der ersten frei gewählten Stadtverordnetenversammlung – aus Respekt vor der Freiheitsgeschichte der Stadt Potsdam sollte dies beachtet und dieser B’plan beibehalten werden, um die historische Mitte wiederentstehen zu lassen.
🌊 Wahlprüfstein Nr. 2 Wiederherstellung des Stadtkanals
Hintergrund: Der historische Stadtkanal gilt als stadtbildprägendes Erbe Potsdams. Seit Jahren wird seine Wiederherstellung diskutiert – auch als Maßnahme im Sinne des Klimaschutzes und der ökologischen Stadtentwicklung. Das Projekt war erklärtes Herzensanliegen des ehemaligen Oberbürgermeisters Mike Schubert, blieb jedoch während seiner siebenjährigen Amtszeit ohne nennenswerte Umsetzung.
Die aktuelle Diskussion konzentriert sich nun auf einen realistischen Einstieg: Die Wiederherstellung des Kanalabschnitts zwischen Kellertor und Berliner Straße könnte mit überschaubaren Mitteln realisiert werden – etwa durch EU-Förderung oder Mittel aus Programmen der Städtebau- und Klimaanpassung.
Frage 👉 Unterstützen Sie das langfristige Ziel der vollständigen Wiederherstellung des Stadtkanals im Sinne von Klimaschutz und stadtgestalterischer Identität?
Antwort Chaled-Uwe Said Ja, weil so das historische Stadtbild und das einstige Stadtflair wieder hergestellt wird und der Stadtkanal zur Innenstadtkühlung im Sommer beitragen kann.
Mein Ziel als Oberbürgermeister ist es, hier auch eine Einstiegsstelle für das Stadtbaden zu schaffen. Ein sanierter Stadthaushalt ist dafür entscheidend.
Frage 👉 Befürworten Sie einen ersten Umsetzungsschritt im Abschnitt Kellertor–Berliner Straße – unter Nutzung externer Fördermittel?
Antwort Chaled-Uwe Said Ja, sofern der Stadthaushalt nachhaltig saniert ist, indem er von überflüssigen Aufgaben bzw. Ausgaben bereinigt wurde und Fördermittel von EU, Bund und Land zur Verfügung stehen für deren Einwerbung ich mich einsetzen werde.
Des Weiteren werde ich als Oberbürgermeister ebenfalls zu Spenden aufrufen – die Spendenaktion für die Kanalbalustrade des Kanalabschnitts in der Yorckstraße sind hier Vorbild.
Frage 👉 Wie priorisieren Sie dieses Projekt im Verhältnis zu anderen Investitionen in städtische Infrastruktur und Klimaanpassung?
Antwort Chaled-Uwe Said Meine höchste Priorität als Oberbürgermeister ist die konsequente, nachhaltige Sanierung des Stadthaushalts, einhergehend mit dem Abbau des großen Sanierungsrückstaus bei der städtischen Infrastruktur.
Die Realisierung des Stadtkanalabschnitts zwischen Kellertor und Berliner Straße muss gemeinsam mit den Anwohnern als direkt Betroffenen abgestimmt sein und deren Bedarf an Parkflächen berücksichtigen. Ein Werkstattverfahren mit den Anwohnern vor Beginn der Planungsmaßnahmen markiert hier den Beginn. Wäre Potsdam nicht in den letzten Jahren von den SVV-Fraktionen von CDU bis „die andere“ arm regiert worden, hätten wir mehr Spielraum für die Stadtverschönerung.
🌳Wahlprüfstein Nr. 3 – Steubenplatz und Steubendenkmal
Was bislang noch aussteht, ist die vollständige Wiederherstellung des historischen Ensembles:
Die Versetzung des Steubendenkmals von der Schloßstraße auf seinen ursprünglichen Platz am Steubenplatz.
Die Installation eines Wasserspiels zur Erhöhung der Aufenthaltsqualität – insbesondere für Kinder und Familien.
Das Denkmal besitzt nicht nur historisch-symbolischen Wert als Zeichen deutsch-amerikanischer Freundschaft, sondern ist auch identitätsstiftend für den Ort, der nach ihm benannt wurde. Das Wasserspiel könnte diesen Ort zusätzlich beleben und zugänglicher für die breite Öffentlichkeit machen.
Frage 👉 Unterstützen Sie die zeitnahe Versetzung des Steubendenkmals auf den Steubenplatz? Steuben auf den Steubenplatz!
Antwort Chaled-Uwe Said Ja, weil mit dem Steubenplatz ein historischer Platz wiederentsteht und Friedrich Wilhelm von Steuben als identitätsstiftende Figur für das historische Potsdam und die Völkerfreundschaft mit den Vereinigten Staaten steht.
Wichtig ist mir als Oberbürgermeister, die junge Generation einzubinden und für die Stadtgeschichte zu begeistern – insbesondere Schüler z.B. der von-Steuben-Gesamtschule. Es liegen dazu bereits Anträge der AfD-Stadtfraktion vor.
Frage 👉 Befürworten Sie die Einrichtung eines Wasserspiels und einer möglichst großen Grünfläche zur Förderung von Aufenthaltsqualität und sozialer Nutzung des öffentlichen Raums?
Antwort Chaled-Uwe Said Sofern die Mittel auch für die nachhaltige Pflege und den Betrieb vorhanden sind, ist auch ein Wasserspiel denkbar. Der Steubenplatz muss ein Ort der Erholung werden – schattige Sitzgelegenheiten z.B. nach historischem Vorbild sind notwendig. Das Steubendenkmal muss dazu auch direkt zugänglich sein.
🧱 Wahlprüfstein Nr. 4 Garnisonkirche Hintergrund: Die Garnisonkirche ist eines der symbolträchtigsten und zugleich kontroversesten Bauprojekte in Potsdam. Der Turm ist bereits wieder aufgebaut und stellt für Befürworter ein Zeichen historischer Wiedergewinnung, Versöhnung und geistiger Orientierung dar. Kritikerinnen hingegen sehen in der Rekonstruktion eine problematische Rückbesinnung auf preußische und autoritäre Traditionen.
Langfristig wird neben dem Turm auch der Wiederaufbau des Kirchenschiffs angestrebt, als Vollendung dieses historischen Gesamtkunstwerkes – verbunden mit einer vielfältigen Nutzung als kirchlich-kultureller und gesellschaftlicher Ort oder „Festsaal der Stadt“. Voraussetzung dafür ist unter anderem der Abriss des benachbarten Rechenzentrums, das bislang eine temporäre kulturelle Nutzung beherbergt.
Der Wiederaufbau betrifft nicht nur Fragen von Stadtbild und Geschichtsverständnis, sondern auch städtische Prioritäten, Haushalt und Bürgerbeteiligung.
Frage 👉 Unterstützen Sie den vollständigen Wiederaufbau der Garnisonkirche – einschließlich Turm und Kirchenschiff?
Antwort Chaled-Uwe Said Ja, als Oberbürgermeister unterstütze ich vorbehaltlos den vollständigen Wiederaufbau der Hof- und Garnisonkirche, weil sie stadtbildprägend und kulturprägend weit über die Potsdamer Stadtgrenzen hinaus war.
In diesem Zusammenhang ist nicht nur auf die für Preußen bedeutende Kirchengeschichte zu verweisen, sondern auch an die Rolle derjenigen Gemeindemitglieder im Widerstand gegen die NS-Diktatur. Wünschenswert wäre die Nutzung als Kirche durch die evangelische Landeskirche. Ansonsten kann auch eine profane Nutzung in der historischen Gebäudegestaltung stattfinden.
Mit mir als Oberbürgermeister wird es einen „“Ruf aus Potsdam“ nach Dresdner Vorbild geben, um Spendenwillige weltweit zum Wiederaufbau von historischem Kirchenschiff und Innenraum zu ermutigen.
Frage 👉 Befürworten Sie den Abriss des Rechenzentrums als städtebaulich notwendigen Schritt für den Wiederaufbau?
Antwort Chaled-Uwe Said Ja. In einem ersten Schritt muss zwingend Baufreiheit hergestellt werden auf dem zur Kirche zugehörigen Grundstücksteil. Die Rechtslage ist hier deutlich.
Mit mir als Oberbürgermeister wird es keinerlei weitere Investition in Betrieb oder Sanierung des Rechenzentrums geben.
Frage 👉 Welche Rolle messen Sie dem Projekt im Kontext von Erinnerungskultur und politischer Verantwortung bei?
Antwort Chaled-Uwe Said Die Hof- und Garnisonkirche muss wieder aktiver Teil der Potsdamer und bundesdeutschen Erinnerungskultur werden – in einem ungeklitterten Geschichtskontext.
Ich begrüße ausdrücklich die Einbindung der Bundeswehr – zumal ihre Neugründung auch auf die Werte des militärischen Widerstands vom 20. Juli 1944 rekurriert, der enge Beziehungen zur Hof- und Garnisonkirche hatte.
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Was wir fragen – und warum: Zur bevorstehenden Wahl des Oberbürgermeisters oder der Oberbürgermeisterin stellt das Bündnis Potsdamer Mitte vier Wahlprüfsteine, die aus unserer Sicht zentrale stadtpolitische Entscheidungen betreffen. Sie drehen sich um Orte, Projekte und Themen, die nicht nur das Stadtbild prägen, sondern auch über finanzielle Weichenstellungen, soziale Ausgewogenheit und den Umgang mit unserer Vergangenheit und Zukunft entscheiden.
Die Kandidatin und Kandidaten sind eingeladen, klar und transparent Stellung zu beziehen und damit den Bürgern zu zeigen, wie sie denken, entscheiden und Prioritäten setzen.
Unsere Themenfelder:
🥢 Zukunft des Rechenzentrums – Abriss oder kommunale Verantwortung für ein zusätzliches soziokulturelles Zentrum?
🌊 Stadtkanal – Klimaschutz, Stadtbild und Einstieg mit Fördermitteln?
🌳 Steubenplatz – Vollendung mit Steubendenkmal und Wasserspiel?
🧱Garnisonkirche – Wiederaufbau mit Turm und Kirchenschiff?
Was wir erwarten: Wir wünschen uns Antworten, die nicht ausweichen, sondern Klarheit schaffen:
Wo stehen die Kandidaten bei umstrittenen Projekten?
Welche finanzielle Verantwortung sind sie bereit zu übernehmen?
Wie gestalten sie Stadtentwicklung – zwischen Geschichte, Gegenwart und Zukunft?
Um klare und verständliche Antworten zu erhalten, wurde darum gebeten nur mit „Nein, weil….“ oder „Ja, wenn….“ zu antworten.
Die Antworten werden unter www.mitteschoen.de veröffentlicht und analysiert – damit alle Potsdamer Wähler informierte Entscheidungen treffen können.
🥢 Wahlprüfstein Nr. 1 Rechenzentrum
Hintergrund: Das Rechenzentrum wird seit fast einem Jahrzehnt mit temporärer Duldung durch die Stadt Potsdam von Kulturschaffenden und gemeinnützigen Vereinen genutzt. Die Duldung endet am 31.12.2025. Bis dahin wurde im benachbarten KreativQuartier bereits ein Ersatzangebot mit subventionierten Mieten geschaffen.
Eine Gruppe von Nutzern des Rechenzentrums hat nun ein Konzept eingebracht, um den Abriss des Gebäudes abzuwenden und stattdessen ein dauerhaftes soziokulturelles Zentrum zu etablieren, zusätzlich zum KreativQuartier – mit kommunaler finanzieller Unterstützung und Haftung und Finanzierung. Der Vorschlag zur weiteren Nutzung steht unter kritischer Prüfung hinsichtlich Genehmigungsfähigkeit, wirtschaftlicher Tragfähigkeit und kommunaler Verantwortung.
Frage: 👉 Befürworten Sie den Erhalt des Rechenzentrums als dauerhaftes zusätzliches soziokulturelles Zentrum für mindestens 50% gemeinnützige Vereine und Initiativen – trotz bereits vorhandener Ersatzräume für Künstler und Kreative und hoher Sanierungs- und Betriebskosten?
Antwort Dirk Harder Ja, weil nach meinem Dafürhalten das KreativQuartier nicht als Ersatzangebot für das Rechenzentrum zu sehen ist. Schon von der Quantität nicht. Des Weiteren sehe ich die gemeinsame Positionierung der Stiftung Wiederaufbau der Garnisonkirche und der Aktiven des Rechenzentrums als eine solide Grundlage für den dauerhaften Betrieb des Rechenzentrums.
Ich befürworte den Erhalt des Rechenzentrums als dauerhaftes zusätzliches soziokulturelles Zentrum für mindestens 50% gemeinnützige Vereine und Initiativen.
Frage 👉 Wie bewerten Sie die rechtlichen, finanziellen und stadtplanerischen Konsequenzen eines solchen Projekts?
Antwort Dirk Harder Mir ist bewusst, dass wir für die dauerhafte Nutzung des Rechenzentrums noch etliche rechtliche und finanzielle Fragen abschließend klären müssen. Ich vertraue in diesem Zusammenhang auf kluge stadtpolitische Entscheidungen in der Zukunft.
🌊 Wahlprüfstein Nr. 2 Wiederherstellung des Stadtkanals
Hintergrund: Der historische Stadtkanal gilt als stadtbildprägendes Erbe Potsdams. Seit Jahren wird seine Wiederherstellung diskutiert – auch als Maßnahme im Sinne des Klimaschutzes und der ökologischen Stadtentwicklung. Das Projekt war erklärtes Herzensanliegen des ehemaligen Oberbürgermeisters Mike Schubert, blieb jedoch während seiner siebenjährigen Amtszeit ohne nennenswerte Umsetzung.
Die aktuelle Diskussion konzentriert sich nun auf einen realistischen Einstieg: Die Wiederherstellung des Kanalabschnitts zwischen Kellertor und Berliner Straße könnte mit überschaubaren Mitteln realisiert werden – etwa durch EU-Förderung oder Mittel aus Programmen der Städtebau- und Klimaanpassung.
Frage 👉 Unterstützen Sie das langfristige Ziel der vollständigen Wiederherstellung des Stadtkanals im Sinne von Klimaschutz und stadtgestalterischer Identität?
Antwort Dirk Harder Die vollständige Wiederherstellung des Stadtkanals ist ein Anliegen, welches auf lange Sicht in die zukünftig gegebenen Rahmenbedingungen eingeordnet werden muss. Dabei muss dann auch dezidiert angeschaut werden, welche Auswirkungen das Unterfangen auf das Potsdamer Klima hat.
Die Frage der stadtgestalterischen Identität muss dann durch die Stadtgesellschaft diskutiert und durch sie entschieden werden. Persönlich kann ich auch mit angedeuteten Elementen eines Stadtkanals gut leben. Dazu empfehle ich Ihnen einen Besuch der Lutherstadt Wittenberg.
Frage 👉 Befürworten Sie einen ersten Umsetzungsschritt im Abschnitt Kellertor–Berliner Straße – unter Nutzung externer Fördermittel?
Antwort Dirk Harder Ein erster Umsetzungsabschnitt kann nur dann in Angriff genommen werden, wenn dafür keinerlei finanzielle Mittel aus dem Potsdamer Haushalt aufgewendet werden und zumindest die Einwohner und Einwohnerinnen der Potsdamer Mitte in dem Diskurs gehört werden.
Frage 👉 Wie priorisieren Sie dieses Projekt im Verhältnis zu anderen Investitionen in städtische Infrastruktur und Klimaanpassung?
Antwort Dirk Harder Angesichts der vielschichtigen sozialen Problemlagen Potsdams, hat dieses Projekt für mich keinerlei Priorität.
🌳Wahlprüfstein Nr. 3 – Steubenplatz und Steubendenkmal
Was bislang noch aussteht, ist die vollständige Wiederherstellung des historischen Ensembles:
Die Versetzung des Steubendenkmals von der Schloßstraße auf seinen ursprünglichen Platz am Steubenplatz.
Die Installation eines Wasserspiels zur Erhöhung der Aufenthaltsqualität – insbesondere für Kinder und Familien.
Das Denkmal besitzt nicht nur historisch-symbolischen Wert als Zeichen deutsch-amerikanischer Freundschaft, sondern ist auch identitätsstiftend für den Ort, der nach ihm benannt wurde. Das Wasserspiel könnte diesen Ort zusätzlich beleben und zugänglicher für die breite Öffentlichkeit machen.
Frage 👉 Unterstützen Sie die zeitnahe Versetzung des Steubendenkmals auf den Steubenplatz? Steuben auf den Steubenplatz!
Antwort Dirk Harder Nein.
Frage 👉 Befürworten Sie die Einrichtung eines Wasserspiels und einer möglichst großen Grünfläche zur Förderung von Aufenthaltsqualität und sozialer Nutzung des öffentlichen Raums?
Antwort Dirk Harder Ich gehe davon aus, dass Sie nach der Einrichtung eines Wasserspiels und großen Grünfläche auf dem Steubenplatz fragen. Solange die finanzielle Sicherung dieser Idee nicht geklärt ist, würde ich dieses Projekt nicht angehen. Kommunale Haushaltsmittel würde ich hierfür nicht zur Verfügung stellen.
🧱 Wahlprüfstein Nr. 4 Garnisonkirche Hintergrund: Die Garnisonkirche ist eines der symbolträchtigsten und zugleich kontroversesten Bauprojekte in Potsdam. Der Turm ist bereits wieder aufgebaut und stellt für Befürworter ein Zeichen historischer Wiedergewinnung, Versöhnung und geistiger Orientierung dar. Kritikerinnen hingegen sehen in der Rekonstruktion eine problematische Rückbesinnung auf preußische und autoritäre Traditionen.
Langfristig wird neben dem Turm auch der Wiederaufbau des Kirchenschiffs angestrebt, als Vollendung dieses historischen Gesamtkunstwerkes – verbunden mit einer vielfältigen Nutzung als kirchlich-kultureller und gesellschaftlicher Ort oder „Festsaal der Stadt“. Voraussetzung dafür ist unter anderem der Abriss des benachbarten Rechenzentrums, das bislang eine temporäre kulturelle Nutzung beherbergt.
Der Wiederaufbau betrifft nicht nur Fragen von Stadtbild und Geschichtsverständnis, sondern auch städtische Prioritäten, Haushalt und Bürgerbeteiligung.
Frage 👉 Unterstützen Sie den vollständigen Wiederaufbau der Garnisonkirche – einschließlich Turm und Kirchenschiff?
Antwort Dirk Harder Nein. Die Frage zum Bau des Kirchenschiffs sollte eindeutig folgenden Generationen überlassen werden. Dafür dürfen wir derzeit keinen einzigen Cent aus öffentlichen Mitteln mehr ausgeben.
Frage 👉 Befürworten Sie den Abriss des Rechenzentrums als städtebaulich notwendigen Schritt für den Wiederaufbau?
Antwort Dirk Harder Nein.
Frage 👉 Welche Rolle messen Sie dem Projekt im Kontext von Erinnerungskultur und politischer Verantwortung bei?
Antwort Dirk Harder Das Gedächtnis einer Stadt zu bewahren ist ein wichtiger kultureller Anspruch der Stadtgesellschaft. In Potsdam gibt es bereits viele gute und verschiedene Angebote der Erinnerungskultur (Sanssouci, Cecilienhof, Potsdam Museum, Gedenkstätte Lindenstraße, Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße, Geschichtswerkstatt Rotes Nowawes, …).
Geschichte muss dabei nicht immer an einen bestimmten Ort gebunden sein. Ich spreche mich dafür aus, dass bereits vorhandene Orte/Plätze/Gebäude, die sich bereits der Geschichte der Stadt widmen, explizit dieses Thema weiterentwickeln und auch neue Aspekte jüngerer Potsdamer Geschichte aufnehmen.
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Dr. Michael ReichertBVB / FREIE WÄHLER „Die Bürgerinitiative Mitteschön findet meine volle Unterstützung und hat für das Potsdamer Stadtbild wichtige städtebauliche Beiträge geleistet und schon viel Schönes realisiert“.
Was wir fragen – und warum: Zur bevorstehenden Wahl des Oberbürgermeisters oder der Oberbürgermeisterin stellt das Bündnis Potsdamer Mitte vier Wahlprüfsteine, die aus unserer Sicht zentrale stadtpolitische Entscheidungen betreffen. Sie drehen sich um Orte, Projekte und Themen, die nicht nur das Stadtbild prägen, sondern auch über finanzielle Weichenstellungen, soziale Ausgewogenheit und den Umgang mit unserer Vergangenheit und Zukunft entscheiden.
Die Kandidatin und Kandidaten sind eingeladen, klar und transparent Stellung zu beziehen und damit den Bürgern zu zeigen, wie sie denken, entscheiden und Prioritäten setzen.
Unsere Themenfelder:
🥢 Zukunft des Rechenzentrums – Abriss oder kommunale Verantwortung für ein zusätzliches soziokulturelles Zentrum?
🌊 Stadtkanal – Klimaschutz, Stadtbild und Einstieg mit Fördermitteln?
🌳 Steubenplatz – Vollendung mit Steubendenkmal und Wasserspiel?
🧱Garnisonkirche – Wiederaufbau mit Turm und Kirchenschiff?
Was wir erwarten: Wir wünschen uns Antworten, die nicht ausweichen, sondern Klarheit schaffen:
Wo stehen die Kandidaten bei umstrittenen Projekten?
Welche finanzielle Verantwortung sind sie bereit zu übernehmen?
Wie gestalten sie Stadtentwicklung – zwischen Geschichte, Gegenwart und Zukunft?
Um klare und verständliche Antworten zu erhalten, wurde darum gebeten nur mit „Nein, weil….“ oder „Ja, wenn….“ zu antworten.
Die Antworten werden unter www.mitteschoen.de veröffentlicht und analysiert – damit alle Potsdamer Wähler informierte Entscheidungen treffen können.
🥢 Wahlprüfstein Nr. 1 Rechenzentrum
Hintergrund: Das Rechenzentrum wird seit fast einem Jahrzehnt mit temporärer Duldung durch die Stadt Potsdam von Kulturschaffenden und gemeinnützigen Vereinen genutzt. Die Duldung endet am 31.12.2025. Bis dahin wurde im benachbarten KreativQuartier bereits ein Ersatzangebot mit subventionierten Mieten geschaffen.
Eine Gruppe von Nutzern des Rechenzentrums hat nun ein Konzept eingebracht, um den Abriss des Gebäudes abzuwenden und stattdessen ein dauerhaftes soziokulturelles Zentrum zu etablieren, zusätzlich zum KreativQuartier – mit kommunaler finanzieller Unterstützung und Haftung und Finanzierung. Der Vorschlag zur weiteren Nutzung steht unter kritischer Prüfung hinsichtlich Genehmigungsfähigkeit, wirtschaftlicher Tragfähigkeit und kommunaler Verantwortung.
Frage: 👉 Befürworten Sie den Erhalt des Rechenzentrums als dauerhaftes zusätzliches soziokulturelles Zentrum für mindestens 50% gemeinnützige Vereine und Initiativen – trotz bereits vorhandener Ersatzräume für Künstler und Kreative und hoher Sanierungs- und Betriebskosten?
Antwort Dr. Michael Reichert Grundsätzlich befürworte ich den Erhalt des Rechenzentrums als dauerhaftes, zusätzliches soziokulturelles Zentrum, da es ein wichtiges Kunst- und Kreativhaus ist.
Allerdings gehört der Stiftung Garnisonkirche ein Fünftel der Fläche, auf der das Rechenzentrum steht. Und deshalb entscheidet die Stiftung als Grundstück-eigentümer mit, wenn es um den Fortbestand des Rechenzentrums geht. Der Oberbürgermeister kann hier also nur bedingt Einfluss nehmen und nicht alleine entscheiden.
Hinzu kommen Asbest-Risiken und zukünftig hoher Modernisierungsbedarf beim Rechenzentrum. Die Bauarbeiten für das neue Potsdamer Künstlerquartiers im Langen Stall enden bald. Mit dem möglichen Umzug der Künstlerinnen und Künstler aus dem Rechenzentrum in das nahegelegene, neue Quartier ist auf jeden Fall sichergestellt, dass Aktivitäten im Rechenzentrum auch in Zukunft weitergeführt werden können.
Frage 👉 Wie bewerten Sie die rechtlichen, finanziellen und stadtplanerischen Konsequenzen eines solchen Projekts?
Antwort Dr. Michael Reichert Das Eigentumsrecht der Garnisonskirche an dem Grundstück, auf dem auch Teile des Rechenzentrums stehen, gilt es zu beachten. Eine komplette und millionenschwere Kernsanierung des Rechenzentrums ist unter Berücksichtigung der angespannten Potsdamer Haushaltslage auch in Zukunft nicht darstellbar.
Das architektonische Zusammenspiel von Rechenzentrum und Garnisonskirche kann man unter stadtplanerischen Gesichtspunkten leider nur als „Vollkatastrophe“ bezeichnen. Der historische Prachtbau Garnisonskirche prallt hier in viel zu engem Abstand auf ein altes heruntergekommenes und sanierungsbedürften Gebäude. Zu beachten ist aber, dass die zahlreichen großflächigen Mosaiken an den Wänden des Rechenzentrum einen kulturhistorischen Wert aus der DDR-Zeit darstellen und zu erhalten sind.
🌊 Wahlprüfstein Nr. 2 Wiederherstellung des Stadtkanals
Hintergrund: Der historische Stadtkanal gilt als stadtbildprägendes Erbe Potsdams. Seit Jahren wird seine Wiederherstellung diskutiert – auch als Maßnahme im Sinne des Klimaschutzes und der ökologischen Stadtentwicklung. Das Projekt war erklärtes Herzensanliegen des ehemaligen Oberbürgermeisters Mike Schubert, blieb jedoch während seiner siebenjährigen Amtszeit ohne nennenswerte Umsetzung.
Die aktuelle Diskussion konzentriert sich nun auf einen realistischen Einstieg: Die Wiederherstellung des Kanalabschnitts zwischen Kellertor und Berliner Straße könnte mit überschaubaren Mitteln realisiert werden – etwa durch EU-Förderung oder Mittel aus Programmen der Städtebau- und Klimaanpassung.
Frage 👉 Unterstützen Sie das langfristige Ziel der vollständigen Wiederherstellung des Stadtkanals im Sinne von Klimaschutz und stadtgestalterischer Identität?
Antwort Dr. Michael Reichert Ja, der historische Kanal ist begrüßenswert, aber wir haben ein angespannte Haushaltlage, die Finanzierung müsste dann überwiegend aus EU-Förderung oder Mittel aus Programmen der Städtebau- und Klimaanpassung kommen.
Frage 👉 Befürworten Sie einen ersten Umsetzungsschritt im Abschnitt Kellertor–Berliner Straße – unter Nutzung externer Fördermittel?
Antwort Dr. Michael Reichert Ja wenn der angespannte Potsdamer Haushalt hierfür nicht in Anspruch genommen wird.
Frage 👉 Wie priorisieren Sie dieses Projekt im Verhältnis zu anderen Investitionen in städtische Infrastruktur und Klimaanpassung?
Antwort Dr. Michael Reichert Der Kanalausbau ist grundsätzlich begrüßenswert, hat aber nicht die höchste Priorität.
🌳Wahlprüfstein Nr. 3 – Steubenplatz und Steubendenkmal
Was bislang noch aussteht, ist die vollständige Wiederherstellung des historischen Ensembles:
Die Versetzung des Steubendenkmals von der Schloßstraße auf seinen ursprünglichen Platz am Steubenplatz.
Die Installation eines Wasserspiels zur Erhöhung der Aufenthaltsqualität – insbesondere für Kinder und Familien.
Das Denkmal besitzt nicht nur historisch-symbolischen Wert als Zeichen deutsch-amerikanischer Freundschaft, sondern ist auch identitätsstiftend für den Ort, der nach ihm benannt wurde. Das Wasserspiel könnte diesen Ort zusätzlich beleben und zugänglicher für die breite Öffentlichkeit machen.
Frage 👉 Unterstützen Sie die zeitnahe Versetzung des Steubendenkmals auf den Steubenplatz? Steuben auf den Steubenplatz!
Antwort Dr. Michael Reichert Steuben auf den Steubenplatz ist eine gute Idee.
Frage 👉 Befürworten Sie die Einrichtung eines Wasserspiels und einer möglichst großen Grünfläche zur Förderung von Aufenthaltsqualität und sozialer Nutzung des öffentlichen Raums?
Antwort Dr. Michael Reichert Ja, die Einrichtung eines Wasserspiels und einer möglichst großen Grünfläche bereichert unser Stadtbild und fördert insbesondere in heißen Sommern die Aufenthaltsqualität.
🧱 Wahlprüfstein Nr. 4 Garnisonkirche Hintergrund: Die Garnisonkirche ist eines der symbolträchtigsten und zugleich kontroversesten Bauprojekte in Potsdam. Der Turm ist bereits wieder aufgebaut und stellt für Befürworter ein Zeichen historischer Wiedergewinnung, Versöhnung und geistiger Orientierung dar. Kritikerinnen hingegen sehen in der Rekonstruktion eine problematische Rückbesinnung auf preußische und autoritäre Traditionen.
Langfristig wird neben dem Turm auch der Wiederaufbau des Kirchenschiffs angestrebt, als Vollendung dieses historischen Gesamtkunstwerkes – verbunden mit einer vielfältigen Nutzung als kirchlich-kultureller und gesellschaftlicher Ort oder „Festsaal der Stadt“. Voraussetzung dafür ist unter anderem der Abriss des benachbarten Rechenzentrums, das bislang eine temporäre kulturelle Nutzung beherbergt.
Der Wiederaufbau betrifft nicht nur Fragen von Stadtbild und Geschichtsverständnis, sondern auch städtische Prioritäten, Haushalt und Bürgerbeteiligung.
Frage 👉 Unterstützen Sie den vollständigen Wiederaufbau der Garnisonkirche – einschließlich Turm und Kirchenschiff?
Antwort Dr. Michael Reichert Ja sofern es ausschließlich privat finanziert wird, ohne den Potsdamer Haushalt in Anspruch zu nehmen.
Frage 👉 Befürworten Sie den Abriss des Rechenzentrums als städtebaulich notwendigen Schritt für den Wiederaufbau?
Antwort Dr. Michael Reichert Wenn das Rechenzentrum stehen bleiben kann, soll es weiterbestehen. Das entscheidet aber die Stiftung Garnisonkirche, da Teile des Rechenzentrums auf ihrem Grundstück stehen. Ein Abriss des Rechenzentrums droht insbesondere dann, wenn das Kirchenschiff gebaut wird.
Frage 👉 Welche Rolle messen Sie dem Projekt im Kontext von Erinnerungskultur und politischer Verantwortung bei?
Antwort Dr. Michael Reichert Die Garnisonskirche wurde 1730 bis 1735 für den preußischen Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I. erbaut. Sie ist ein wichtiges Potsdamer Wahrzeichen und steht für die preußischen Traditionen.
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