Friedrich Wilhelm I. – ein Reformabsolutist auf dem Preußenthron

Der vergessene König

Mittwoch, der 16.5.2018,19 Uhr im Potsdam Museum

 anlässlich seines 330. Geburtstages:

  • Mitteschön – Kurzfilm zu Friedrich Wilhelm I.
  • Vortrag von Prof. Dr. Harald Mau;
  • Podiumsgespräch: Prof. Dr. Jürgen Kloosterhuis,Dr. Hans-Joachim Kuke, Prof. Dr. Harald Mau;
    Moderation: Thomas Wernicke

Was wissen wir Potsdamer über unseren eigentlichen Stadtgründer?

Mitteschön hat gefragt und ist auf große Unwissenheit gestoßen.

Im gesellschaftlichen Bewusstsein wird er oft abgetan als Militarist und Leuteschinder und stand so bisher im Schatten von Friedrich dem Großen, seinem Sohn.

In dieser Kooperationsveranstaltung zwischen der Nagelkreuzkapelle und Mitteschön wird versucht das Bild dieses Königs zu schärfen.

Potsdamer Weltkulturerbe in Gefahr

Zur momentanen Diskussion um das Welterbe.
Havelauenbebauung am Zentrum Ost

Eine ähnliche Situation, die „Stadtväter“ beugen sich dem Druck des Internationalen Rates für Denkmalpflege (Icomos), erlebten wir bereits beim Bau des Bahnhofs und den Häusern am Glienicker Horn in den 90er Jahren. Das ist aber wohl zu lange her.

Auch jetzt scheint die Besonderheit unserer Stadt bei den Entscheidenden keine Rolle zu spielen, 300 Jahre Baugeschichte, so what!?

Höher, immer höher, egal wo, 80 Begünstigte auf Kosten des Weltkulturerbes?

Offenbar hat der Oberbürgermeister zwar zerknirscht aber immerhin den Imageschaden für sich selbst, den Ruf der Stadt (man sonnt sich ja sonst gern im  Weltkulturerbe) und ganz Deutschland erkannt, doch die Entscheidung wird nicht mehr in seiner Amtszeit erfolgen. Deshalb müssen wir Bürger ohne wenn und aber die Bewerber(innen) für die OB-Wahl auffordern, sich eindeutig gegen die Zerstörung der Sichtachse und für den Erhalt des Weltkulturerbes zu positionieren.

Potsdam School of Architecture: Rekonstuktion / Monumentalität

Neue Veranstaltungsreihe der Potsdam School of Architecture:
Fünf Vorträge zum Thema: Rekonstruktion / Monumentalität

Campus Kiepenheuer Allee 5, 14469 Potsdam

 

Beginnend am 18. April 2018 um 18:00 Uhr mit Rob Krier: Urban Spaces.

Minsk unter Denkmalschutz stellen

In der aktuellen Diskussion um das Terrassenrestaurant Minsk am Brauhausberg fordert die Bürgerinitiative Mitteschön eine Unterschutzstellung des markanten Baus aus den 1970-Jahren.

Angesichts der diversen Umbaufantasien von Architekten, sollte die bauzeitliche Außenansicht gewahrt bleiben. Wenn das Minsk erhalten bleibt, muss es auch als ein innerstädtisches Gebäude der Ostmoderne klar erkennbar bleiben.

Minsk Foto KlaerFür moderne Interpretationen ist genug Platz an anderen Orten der Speicherstadt. Der Umbau der Landesbibliothek, in der eine DDR-Architektur nicht mehr erkennbar ist, möge da eine Warnung sein.

Im Inneren des Gebäudes werden nach für jede Neunutzung starke Umbauten erforderlich sein, um die zeitgenössischen Baustandards einzuhalten. Das wird erhebliche Zusatzkosten beim Umbau erfordern. Angesichts der geringen Größe ist das beim Minsk jedoch durchaus wirtschaftlich und bei einer Ausweisung als Baudenkmal für die Investoren noch ein Steuervorteil.

Das Minsk stehen der schon unter Denkmalschutz stehenden Seerose gestalterisch in keiner Form nach.
Am Brauhausberg werde mit dem Erhalt des Hauses auch keine einzigartige städtebauliche Komposition wie die der Potsdamer Altstadt konterkariert. Insofern sei es nur folgerichtig für die Stadt, beim Landesamt für Denkmalpflege den Schutzstatus zu beantragen.

Der Erhalt des Minsk als qualitativ einzigartige DDR-Architektur am richtigen Standort ist gesellschaftsübergreifend in der Stadt gewollt.

Wir appellieren an die Stadt und ihre politisch Verantwortlichen, noch vor der endgültigen Entscheidung im Bewerberverfahren den Denkmalschutz für das Minsk sicherzustellen und dafür Sorge zu tragen, dass das Minsk weiterhin als Beweis von qualitätvoller Architektur in Potsdam erhalten bleibt.

Position zur DDR-Moderne Minsk durch Christian Klusemann.